- Haare wachsen fast immer ganz normal weiter. Was fehlt, bricht unten an den Spitzen wieder ab.
- Am Oberkopf und am Ansatz siehst du, dass es wächst. An der Spitze misst du nur, was übrig bleibt.
- Ist oben genug Fülle da, hilft regelmäßiges Schneiden. Ist es oben schon dünn, geht es eher um Verdichtung.
- Pflege gegen Haarbruch sorgt dafür, dass unten mehr ankommt.
Es wächst. Es kommt nur nicht an.
Du stehst seit Monaten vor dem Spiegel und die Länge bleibt gleich. Irgendwann denkst du, bei dir wächst nichts mehr. Das stimmt fast nie. Über die Jahre brechen einzelne Haare ab, durch Reibung, Hitze, Chemie oder falsche Pflege. Unten wird es dadurch dünner, und je dünner die Spitzen sind, desto leichter brechen sie weiter ab. Dazu kommt der ganz normale Haarausfall, den jeder hat.
Der Test, der in zehn Sekunden klärt, was los ist.
Fass dir oben auf den Kopf. Nicht in die Längen, oben. Wenn du gefärbt bist, schau dir zusätzlich deinen Ansatz an. Da siehst du sofort, dass etwas gewachsen ist.
Jetzt kommt es nur darauf an, wie voll sich das oben anfühlt.
Oben ist Fülle da. Dann hast du alles, was es für Länge braucht. Das Problem sitzt unten, die Spitzen brechen weg. Hier schneiden wir regelmäßig, damit das Abbrechen aufhört und die Spitzen kompakt bleiben.
Oben ist es schon dünn. Dann fehlt deinem Haar die Substanz für Länge. Schneiden macht es nicht voller. Hier geht es eher um eine Verdichtung: nichts wegnehmen, sondern etwas dazugeben.
Abgebrochen oder nachgewachsen?
Nimm ein einzelnes kurzes Haar und schau dir das Ende an. Läuft es spitz zu, wächst es gerade nach. Ist es stumpf, ist es abgebrochen.
Was die Spitzen schützt.
Wir raten zu einer Pflege, die das Haar gegen Bruch stärkt, zum Beispiel der Genesis-Serie von Kérastase. Sie ist für geschwächtes Haar gedacht, das durch Haarbruch ausdünnt. Am meisten bringt sie als komplette Routine aus Shampoo, Conditioner und Maske. Dazu gibt es ein Serum, das du täglich auf die Kopfhaut gibst und nicht ausspülst. Kérastase empfiehlt es als Kur über mindestens sechs Wochen.
Was unten abgebrochen ist, kommt nicht zurück. Wer wartet, wartet oft ein Jahr auf eine Länge, die so nicht kommt.